Antwort des Werneuchener Bürgermeisters zum offenen Brief im Rahmen der Online-Petition „Nein! Zum Projekt Geschäftsflugplatz Werneuchen“.

Flugplatz Werneuchen

Werneuchens Bürgermeister Horn hat in einem offenen Antwortschreiben auf den Brief im Rahmen der Online-Petition „Nein! Zum Projekt Geschäftsflughafen Werneuchen“ geantwortet.

Beide Briefe wurden jetzt auf Facebook veröffentlicht.

 

Ausschnitt Information in Facebook

Da man davon ausgehen muss, dass nicht alle Beteiligten oder Interessenten Zugang zu Facebook haben, werden beide Briefe hier noch einmal in zeitlicher Aufeinanderfolge als Link veröffentlicht. 

>>> Offene Briefe

 

Die Veröffentlichung des Antwortbriefes entspricht einer Forderung des Bürgermeister Horn.

 

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2 Kommentare

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    Da ich zu den Bürgern in der Versammlung gehöre, die für ihren Redebeitrag Beifall erhalten haben und ich davon ausgehe, dass mein Redebeitrag auch zu den „beschämenden“ gehören soll, will ich hier kurz meine Meinung dazu sagen.
    Vorausschicken möchte ich, dass ich etliche Jahre im Management eines großen Flughafens gearbeitet habe. In meiner Meinungsäußerung – verbunden mit einer Frage – stellte ich fest, dass in der von der Projektentwicklungsgesellschaft vorgelegten Präsentation ein Gewinn von 6 Mio € bei 18 Mio € Umsatz genannt wird.
    Ich stellte fest, dass mir keine Branche bekannt sei, in der solche Gewinnmargen erzielt werden – selbst im Drogenhandel sei dies schwer (hier gab es Beifall und Lachen).
    Sicherlich war dies sehr pointiert, doch statt eine Antwort zu erhalten, wurde mir unterstellt, ich hätte die Investoren als Drogenhändler bezeichnet (was nicht stimmt). Man wollte wohl auf die Frage nach der Gewinnspanne keine Antwort geben, darum die Verdrehung meiner Aussage.
    Darüber hinaus gibt es weitere Punkte, die zumindest Zweifel an der geschäftlichen Erfahrung der Projektentwickler wachsen lassen. So besteht die Firma wohl seit 2013, aber im Internet ist kein von ihnen entwickeltes Projekt zu finden.
    Weiterhin waren in der Präsentation, die in der Ausschusssitzung gezeigt wurde, andere Zahlen als im Ratsinformationssystem veröffentlicht, obwohl beide Präsentationen das gleiche Datum tragen (27.09).
    Ich hätte mir gewünscht, dass auch seitens der Stadt Recherchen angestellt worden wären, denn es kann nicht sein, dass jeder – gleich welche Erfahrungen und Hintergründe er mitbringt – das Recht hat, seine Projekte so vorzustellen.

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    Uns stellte sich beim Lesen des Antwortbriefes von Herrn Horn u.a. die Frage: Hat sich der Autor einmal Gedanken gemacht, warum viele Werneuchener Einwohner in Sorge um die Entwicklung in Werneuchen und Ihre persönliche Situation waren.
    Ja, es stimmt, die Stimmung war insgesamt angespannt. Und es stimmt auch, dass bei dem einen oder anderen Emotionen bei der Fragestellung mit zum Ausdruck kamen.
    Aber der Reihe nach:
    Das Flughafenprojekt war dem Bürgermeister (in der Folge BM) seit einiger Zeit bekannt. Das Konzept der Investorengruppe ist mit dem 27.09.2016 datiert.
    Ein Investor darf darauf vertrauen, dass man erst an die Öffentlich-keit geht, wenn das Projekt zur Veröffentlichung freigegeben wird.
    Letzteres geschah offensichtlich auf der Bauausschusssitzung vom 11.10.2016, auf der u.a. der Investor das Projekt vorgestellt hat. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätten aber auch die Einwohner ein Recht auf Information.
    Als Einwohner konnte man von diesem Vorhaben erfahren, wenn man sich zum Tagesordnungspunkt (TOP 10) der Einladung zur Ausschuss-Sitzung im Aushang an den Bekanntmachungskästen der Stadt Werneuchen informiert hätte. Tolle Informationsmöglichkeit.
    An dieser Sitzung nahm auch ein Pressevertreter der MOZ teil, der am 12.10.2016 einen Artikel zu diesem Thema veröffentlichte. Leser (!) der MOZ konnten immerhin einiges über das Vorhaben erfahren, auch dass der BM die Einwohner zu einer Informationsveranstaltung am 4.11.2016 um 19 Uhr in den Hangar 3 eingeladen hatte.
    Durch die Presseinformation aufmerksam geworden, ergaben sich naturgemäß diverse Fragen und Diskussionen bei vielen Einwohnern.
    Am 16.10.2016 entschlossen sich dann einige Einwohner, eine Online-Petition gegen das Vorhaben zu starten, die aktuell 2.094 Befürworter verzeichnet, davon 1.208 Werneuchener. BM Horn wurde über die Petition in einem offenen Brief persönlich informiert.

    Eine offizielle Information an die Einwohner gab es auch zu diesem Zeitpunkt nicht, wenn man den o.g. Aushang als wenig geeignetes Mittel mal außer Acht lässt.

    Am 20.10.2016 fand eine Ausschuss-Sitzung für Wirtschaft und Soziales statt, auf der das Thema Flugplatzausbau als TOP 11 erneut auf der Agenda stand – wiederum nachzulesen als einzelner Tagesordnungspunkt im Aushang an den Bekanntmachungskästen der Stadt Werneuchen. Daraufhin in der Sitzung angesprochen sah der BM mit der hier beschriebenen Verfahrensweise seine Informationspflicht erfüllt.

    Um es auf den Punkt zu bringen: Wer die Zeit hat, sich immer die einzelnen Themen der Tagesordnungen in den Aushängen durchzulesen, soll sich als gut informiert betrachten ?
    Dann gäbe es ja noch das Internet, d.h. die Website der Stadt Werneuchen als Informationsmittel. Versuchen Sie sich mal dort zum Thema Flugplatzausbau zu informieren.

    Einwohner über einzelne Tagesordnungspunkte in Aushängen der Stadt Werneuchen zu informieren sind kein taugliches Informationsmittel und schon gar nicht, wenn es um derart wichtige, viele Einwohner ggf. auch persönlich betreffende Themen geht.
    Und wir würden uns freuen, wenn die politisch Verantwortlichen in unserer Stadt das Ganze zum Anlass nehmen würden, ihre Informationspolitik zu überdenken. Es geht hier um mündige Einwohner Werneuchens, die schließlich ein Recht auf Information haben und die diese nicht mühsam aus Anhängen in Bekanntmachungskästen herauslesen müssen.