Besuch im Heeresbekleidungsnebenamt in Bernau

Eingang Heeresbekleidungsnebenamt Bernau

Die deutsche Wehrmacht unterhielt in den Jahren 1938 bis Kriegsende in Bernau bei Berlin ein Heeresbekleidungsamt in der Schwanebecker Chaussee und ein Nebenamt im Schönfelder Weg.

Wie der Name schon vermuten lässt, wurden hier Uniformen und weitere Ausstattungsgegenstände hergestellt und gelagert.
Nach dem Krieg nutzte die damalige sowjetische Armee (später GSSD) den Komplex als Nachschub- und Versorgungsdepot.
Neben der Lagerung von Uniformen und Zubehör wurde eine Näherei und
eine chemische Reinigung betrieben.
1994 wurde das Gelände von der Brandenburgische Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -Verwertung mbH übernommen.
Seit dem ist es ungenutzt.
Ein Verein,  der „Panke-Park Kulturkonvent Bernau e.V. „,  setzt sich für die Erhaltung der historischen Bausubstanz ein und bietet u.a. auch Führungen an (Michael Junghans).
Am 21.05.2014 hatte ich Gelegenheit, an einer Führung im Heeresbekleidungsnebenamt teilzunehmen.
Einen Überblick über das rund 20 ha große Gelände bietet Google-Maps an.
Deutlich kann man den bogenförmig angeordneten, aus 8 Segmenten bestehenden
Gebäudekomplex erkennen.
Die Gebäude sind in zweigeschossiger Klinkerbauweise errichtet worden
und verfügt über eine Nutzfläche von rund 65 Tq².
Infolge einer Havarie mit chemischen Reinigungsmitteln kam es während der Nutzung durch die GSSD zu einer Kontamination von Boden und Grundwasser.

Eine seit mehreren Jahren existierende Versuchsanlage soll die Basis für ein Sanierungskonzeptes liefern.

Quellen: Wikipedia Bernau                Panke-Park

 

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