Geschäftsverkehrslandeplatz in Werneuchen – Wunschdenken oder Realität ?

Flugplatz Werneuchen

In Werneuchen und dem näheren Umfeld sind viele Einwohner besorgt.
Grund dafür ist ein Vorschlag zu einem
Vorhaben einer russischen und internationalen
Investorengruppe, den Werneuchener Flughafen zu einem „Geschäftsverkehrslandeplatz Werneuchen“ ausbauen zu wollen.

Gegenwärtig  wird das Projekt in den Werneuchener  Ausschüssen beraten und soll – so der Beschlussentwurf – in einer Stadtverordnetetenversammlung beraten und ggf. beschlossen bzw. abgelehnt werden.
Aktuell ist der Flugplatz als Sonderlandeplatz für Ultraleichtflugzeuge mit einer Startmasse bis 5,7 t ausgewiesen.
Künftig sollen dort – so das Konzept der Investorengruppe – Geschäftsflugzeuge mit einer Startmasse
 bis 50 t abheben können.
Dazu ist u.a. eine Verlängerung der Start- und Landebahn um 200 m erforderlich.
Die jährlichen Flugbewegungen sind für das Jahr 2018 mit 11.077 und für das Jahr 2027 mit 18.650 ausgewiesen.
Das gesamte Investitionsvolumen soll rund 65 Millonen Euro betragen, die u.a. für den Bau der entsprechenden Infrastruktur benötigt werden.
In der ersten Entwicklungsetappe (bis 2019) wird die Schaffung von 25 Arbeitsplätzen prognostiziert.

 

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Der Flugplatz liegt ziemlich zentral innerhalb der Stadt Werneuchen.
Im direnkten Umfeld des Flugplatzes sind zahlreiche Eigenheime, eine Grundschule und ein Jugend-, Sport- und Freizeitzentrum entstanden.
Auf dem Flugplatzgelände gibt es eine Wildfarm und mehrere Solarfelder. Im angrenzenden Hirschfelder Bereich existiert ein Demeterhof, der Wasserbüffel und Galloway-Rinder züchtet.

Die Start- und Landebahn verläuft in Ost-West-Richtung.
Die Flugzeuge würden somit je nach Windrichtung entweder das Stadtgebiet Werneuchen oder den Werneuchener Ortsteil Hirschfelde unmittelbar überfliegen.
 

Gegen dieses Projekt regt sich Widerstand von vielen Einwohnern.
Am 16.10.2016 wurde eine Online-Petition (Nein! Zum Projekt „Geschäftsflugplatz Werneuchen“.) mit dem Ziel gestartet, dieses Vorhaben zu verhindern.
Aktuell (18.10.2016/09:10 Uhr) haben sich 951 Petitions-Befürworter in die Onlineliste eingetragen.
Die Online -Petition und den aktuellen Stand kann man >>> hier einsehen.
Die Kommentare Unterzeichner geben einen Überblick über das aktuelle Stimmungsbild.

Quellen: 

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9 Kommentare

  • Dirk Buchwalsky
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    Geschäftsflughafen heißt, Geschäfte zu machen. Es soll also Geld verdient werden. Per se keine schlechte Sache aber nicht zulasten so viel anderer Menschen. Mit $ Zeichen sehenden Auges in eine Investitionsruine zu steuern, kann doch nicht der Plan unserer Stadtverordneten und vor allem in unserem Sinne sein. Geblendet von einem Business Plan soll hier endlos Geld verbrannt und Arbeitsplätze vernichtet werden. Niemand wird mehr hier herziehen wollen. Wer möchte schon neben einem Flughafen wohnen? Alle 8 Minuten Starts von unter anderem zweistrahligen Maschinen ertragen zu müssen ist ein Kriterium hier nicht zu wohnen bzw aus gesundheitlichen Gründen sofort weg zu ziehen oder sich gegen diesen Unsinn zur Wehr zu setzen. Macht einen Selbstversuch, lasst eine Kreissäge oder ein ähnliches Werkzeug so lange laufen wie ihr es aushaltet. Es wird nicht lange sein. Das ist es aber was uns abwartet, eine absolut eintönige Dauerlärmbelästigung von bis zu 120 DB (laut Business Plan) in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes. Der Stadtkern und die Umgebung sind die Nähe! Ich sage nein, nein, nein zu diesem Unfug!
    Dirk Buchwalsky

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    nach der devise: nicht quatschen sondern handeln. noch einmal. ich traue herrn horn nicht über den weg. seid wachsam.

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    wenn alle mittel scheitern. plädiere ich für einen fonds aus dem rechtsmittel in form eines rechtsanwaltes gegen dieses projekt bezahlt werden. ich vermute dass die bürger und bügerinnen sich rege an diesem fonds materiell beteiligen werden. mfg bernd knape stienitz aue werneuchen

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    Leider finde ich die Meldung (in einem der Werbeblätter) nicht wieder… Ich stutzte als ich es las über die hohe Summe. Zum Vergleich im Bundesverkehrswegeplan ist eine Summe von 30 Millionen Euro für den Ausbau von Radwegen eingestellt. Jedenfalls dürfte der lange verschobene Ausbau des Radweges von Werneuchen nach Hirschfelde auch in diesem Zusammenhang stehen. Der unterbrochene Weg zwischen den Orten soll schon lange wiederhergestellt werden, gibt es doch keine sichere Verbindung für Radfahrer und Fußgänger. Jetzt las ich die Meldung, dass das ganze nun doch über die Bühne geht für, soweit ich mich erinnere, über 500000 Euro. Wohlgemerkt eigentlich ist von Hirschfelde als auch von Werneuchen schon Straße vorhanden und würde den Hirschfeldern wohl auch in der Form etwas verbessert reichen. Es fehlt nur ein kleines Stück über das Gelände der Firma Berger Bau. Was für ein Zufall aber auch, dass jetzt der Weg in einer offensichtlich aufwändigen Form gebaut wird.

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    Der Hangar, der aktuell der Schule und den Vereinen als Turnhalle dient, scheint ja für den neuen Flugplatz eingeplant zu sein.
    Da erschließt sich mir auch, warum die Grundschule seit Jahren nur durch „externe Klassenzimmer“, statt baulich erweitert wird… Das riecht nach jahrelanger Planung!

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      Für jahrelange Planung steht m.E. auch die große Kampfmittelbeseitigungsmaßnahme 2009.
      Überlegt doch mal, was in den letzten Jahren in Werneuchen gebaut/umstrukturiert wurde, dass es repräsentativer wird. Wir haben jetzt ein „Ärztehaus“, ein Nahversorgungszentrum und die Straßenbaumaßnahmen in Rudolfshöhe (sichtbar in der Einflugschneise)…
      Die Liste geht noch weiter…

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    Bin voll dagegen! Es gibt für mich kein einziges Argument, was die Aktivierung des Flughafens bzw. Ausbau zu einem Business Airport rechtfertigen. Ich lasse selten mit mir NICHT reden, in diesem Fall 100%-ige Ablehnung. Es muss doch möglich sein, dass sich eine Gemeinde an einen Bebauungsplan etc. hält. Wir sind hier hergezogen und haben investiert, wir wollen weiterhin unsere Ruhe und zwar 24 Stunden/Tag. Die Verlockung des „Biolärms“ war zu groß und jetzt werde ich als 3-Schichtarbeiter in der Pflege keine Erholung und Ruhe mehr finden, dass ist ein tiefer Schnitt in die Lebensqualität und Gesundheit!

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    Darf ich anmerken, dass der „Rosenpark“ als direkt angrenzendes Wohngebiet in deiner Liste fehlt und die Europaschule?

    • Dr. Karl Lehmann
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      Ja das stimmt. Und die Aufzählung ließ sich sicher noch um weitere Beispiele erweitern.