Was ist los am Standort für den künftigen Schulerweiterungsbau der Werneuchener Grundschule am Rosenpark ?

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Avatar Karl Lehmann (K.L.) 29. Jan. 2020

Redaktionelle Vorbemerkung zu nachfolgendem Beitrag:

Die aktuelle Situation auf dem Gelände des vorgesehenen Neubaus der Werneuchener Grundschule am Rosenpark hat uns veranlasst, einen Gastbeitrag der Unabhängigen Wählergruppe Werneuchen (UWW) zu veröffentlichen.
Bitte beachten Sie, dass für den Inhalt ausschließlich die Unabhängige Wählergruppe Werneuchen (UWW) verantwortlich ist.


Erhebliche Gefahr für Leben und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Werneuchen

Vertreter der Unabhängigen Wählergruppe Werneuchen (UWW) schlagen Alarm!

Im Rahmen der Gespräche über den Neu- und Ausbau der Grundschule am Rosenpark haben sich Vertreter der UWW das dafür vorgesehene Gelände sowie das Umfeld angeschaut und dabei Besorgnis erregende Zustände gesehen.

Rings um die Schule bzw. direkt daneben und gegenüber des “Jugend-, Sport und Freizeitzentrums (Hangar 3)” befinden sich mehrere Geländeflächen, bei denen Schilder das Befahren und Betreten verbieten.
Darunter auch das Grundstück, auf dem die neue Schule gebaut werden soll. Es schließt nördlich direkt an das jetzige Schulgelände an.

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Abrissreife, baufällige Gebäude, möglicherweise Munition und Munitionsteile, unbekannte unterirdische Bauten, scharfkantige Schrottteile, Gebäudeschutt mit verrostetem Bewehrungsdraht. All das befindet sich auf Flächen, die für die Kinder frei zugänglich und in keiner Weise oder völlig unzureichend gesichert sind. Wussten Sie, dass 1971 auf dem Flugplatzgelände ein Sonderwaffenlager für die Lagerung von Kernwaffen errichtet wurde?

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Direkt gegenüber des Hangar 3, nur durch eine Straße getrennt, befinden sich marode Gebäude, die offensichtlich des Öfteren als „Abenteuerspielplatz“ genutzt werden. Denn das dort befindliche Teilstück eines Zauns wurde niedergetreten und, man glaubt es kaum, mit Flatterband „repariert“. Täglich laufen dort Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Sporthalle vorbei. Wer glaubt, dass Schilder vom Betreten des Geländes abhalten, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die neu eingeschulten Kinder können die Schilder ja nicht einmal lesen.

Über 430 Kinder lernen und spielen direkt neben potentiellen, gefährlichen Gefahrenquellen und der einzige Schutz sind aufgehängte Schilder? Das darf nicht wahr sein und ist unverantwortlich.
Wer sagt: „Keine Aufregung. Bis jetzt ist ja noch nichts passiert.“ , der steckt auch den Kopf in den Sand, um nicht gesehen zu werden. Der Bürgermeister wurde verständigt und er hat zugesagt, sich umgehend mit den verantwortlichen Eigentümern der gefährlichen Gelände, der Brandenburgischen Bodenverwertungsgesellschaft (BBG), in Verbindung zu setzen. Er wird die unverzügliche und ordnungsgemäße Sicherung einfordern.

Gibt es eigentlich schon Bodengutachten oder sonstige Untersuchungsberichte für das Grundstück, das für den Bau der neuen Schule vorgesehen ist? Bleibt zu hoffen, dass man dort keine unliebsamen Überraschungen entdeckt, die unerwartete Kosten verursachen und den Baubeginn verzögern.

gez. Ulrich Brodde | Sprecher der Unabhängigen Wählergruppe Werneuchen (UWW)